DimLux LED-Lichtplanung: Maße, PPFD und Verbrauch
Plane DimLux Xplore oder Xtreme MKII: Raum vermessen, PPFD-Karten beurteilen und den Verbrauch mit der tatsächlichen Eingangsleistung berechnen.

Anbaufläche und freie Höhe messen
Eine DimLux LED-Lichtplanung beginnt dort, wo das Licht ankommt. Miss Länge und Breite der Anbaufläche und notiere die freie Höhe über den Pflanzen. Eine Fläche von 1,2 mal 1,2 Metern entspricht 1,44 Quadratmetern. Die Außenmaße eines Zeltes sagen noch nicht, wie viel Platz für Aufhängung, Belüftung und Kabel bleibt.
Zeichne die Leuchte maßstabsgetreu ein. Reserviere Platz für die benötigten Freiräume und entscheide, ob du eine oder mehrere Leuchten nebeneinander verwendest. Eine hohe Wattzahl allein beweist keine passende Verteilung auf deiner Fläche.
Die genaue DimLux-Version festhalten
Das LED-Sortiment enthält Xplore CompactLine 100W und 200W, Xplore 730W Standard und 9X in Version 2.7 und 3.0 sowie Xtreme MKII 550W, 800W und 1050W mit NIR. Notiere die vollständige Produktbezeichnung. So verwendest du keine Lichtkarte oder Montageempfehlung einer anderen Generation.
Die ursprüngliche Xplore 2.7 misst 1063 × 1118 × 54 mm als Standard und 900 × 960 × 54 mm als 9X. Diese Maße gehören zu dieser Generation. Übertrage sie nicht automatisch auf andere Versionen und beurteile zusätzlich die Lichtverteilung auf deiner Fläche.
Eine PPFD-Karte als Messaufbau lesen
PPF beschreibt den Photonenstrom der Quelle. PPFD beschreibt das Licht pro Quadratmeter auf einer Messfläche, angegeben in µmol/m²/s. Prüfe bei einer Karte Fläche, Montagehöhe, Dimmstufe und Messbedingungen. Vergleiche nur Karten mit vergleichbaren Voraussetzungen.
Beachte den Mittelwert sowie Ränder und Ecken. Ein hoher Wert in der Mitte erklärt nicht die Gleichmäßigkeit der gesamten Fläche. Bei mehreren Leuchten verändert sich die Überlappung. Eine Karte für eine einzelne Lampe ist deshalb nicht automatisch der Lichtplan des ganzen Raums.
PAR und gesamte Lichtleistung unterscheiden
Kontrolliere den Wellenlängenbereich hinter einer Angabe. PAR über 400–700 nm und ein Gesamtwert über 350–800 nm einschließlich NIR verwenden unterschiedliche Grenzen. Vergleiche sie nicht wie dieselbe Messgröße. NIR ist außerdem kein anderer Name für UV.
Xtreme MKII + NIR bietet ein einstellbares Spektrum. Notiere bei einer Messung deshalb neben der Intensität auch die verwendete Spektrumeinstellung. Verwende die Daten und Bedienung des genauen Modells.
Tagesverbrauch mit der Eingangsleistung berechnen
Die Rechnung lautet: Eingangsleistung in Watt ÷ 1000 × Betriebsstunden pro Tag = kWh pro Tag. Ein Beispiel bei tatsächlichen 730W und 12 Betriebsstunden ergibt 0,730 × 12 = 8,76 kWh pro Tag. Das ist ein Rechenbeispiel, kein empfohlener Lichtzyklus oder garantierter Verbrauch jeder 730W-Version.
Nutze beim Dimmen die zugehörige Eingangsleistung oder einen Messwert. Eine eingestellte Dimmstufe entspricht nicht automatisch genau demselben Prozentsatz beim Stromverbrauch. Multipliziere den berechneten Verbrauch mit deinem eigenen Stromtarif, wenn du Kosten vergleichst.
Den Lichtplan prüfen und aufbewahren
Halte Modell, Position, Montagehöhe, Lichtzeiten, Dimmstufe und Messdaten gemeinsam fest. Kontrolliere nach der Montage die Funktion und beurteile die Verteilung auf der tatsächlichen Anbaufläche erneut. Wiederhole dies nach Änderungen an Höhe oder Aufstellung.
Beziehe auch Blatttemperatur und Belüftung ein. Die folgenden Controller- und VPD-Ratgeber helfen beim nächsten Schritt. Ein Lichtplan bleibt nutzbar, wenn die Voraussetzungen nachvollziehbar sind und du Änderungen einzeln bewertest.

